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Wie Ihr auch schon in der Datei “Rechtliches.txt”, die jedem Download-Archiv von uns beiliegt, nachlesen könnt, ist die Emulation eines Amigas nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Die Details hierzu kann man in dem besagten Textfile nachlesen. Bleibt nur noch zu sagen, dass auch der Emulator “WinUAE” dem Copyright der Autoren unterliegt und wir dieses Programm, sowie auch alle anderen, lediglich zum Download anbieten. In sofern ist auch dieses Helpguide nicht in diesem Sinne offiziell, sondern wurde von uns entwickelt, da wir des öfteren festgestellt haben, dass viele Leute trotz der beiliegenden Dokumentationen nicht mit der Konfiguration des Emulators zurechtkamen. So hoffen wir, dass Euch die Nutzung des Emulators mit diesem Helpguide leichter fallen wird. Viel Spaß!
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1. Die Chipsätze
Um die möglichen Einstellunge des Emulators besser verstehen zu können, wollen wir an dieser Stelle für alle “Nicht-Amiga-Freaks” mal kurz auf die technischen Eigenschaften des Amigas eingehen und ein paar Begriffe definieren:
Es gibt zunächst einmal nicht nur “die” einzige Amiga-Emulation. Vielmehr gab es in der Geschichte des Amigas drei bedeutende Generationen von Amigas. Diese werden durch die jeweiligen Chipsätze und die schnelleren Prozessoren definiert. Der Chipsatz des Amigas ist unter anderem für die Grafikeigenschaften und die Befehlssätze zuständig. Das Original-Chipset des Amigas (ursprünglich eingebaut in den Amiga 1000, dann den 500er und 2000er) ist das “OriginalChipSet” kurz “OCS”. Dieses wird in WinUAE unter dem Register “Display/Chipset” eingestellt. Hierauf folgt der “EnhancedChipSet”, kurz “ECS”, der, wie der Name schon sagt, in seinen Funktionen erweitert war. Dieser ist nochmals in verschiedenen Revisionen unterteilt, was aber für die Emulation von weniger Bedeutung ist. Einen weiteren Sprung macht der “AGA-Chipsatz”, der vorallem die grafischen Fähigkeiten des Amigas mit 256 aus 16Mio. Farben verbesserte, also dem VGA-Standard auf dem PC in etwa entsprach. Er wurde in die neueren Amiga-Modelle (A1200,A4000) eingebaut. Soviel hierzu. Wichtig zu wissen ist eigentlich nur, dass die Chipsätze untereinander leider nicht 100 %ig kompatibel zueinander sind, und man daher ggf. einen Bestimmten einstellen muss, um ein Game zu booten. Das “OCS” muss man vor allem für einige ältere Spiele einstellen. Das “ECS” ist der Standard-Chipsatz für die meisten Spiele. Diese Einstellung sollte voreingestellt sein. Der “AGA-Chipsatz” wird nur für so genannte “AGA-Spiele” (auch 1200er-Spiele genannt) benötigt, die dann 256 Farben voraussetzen. Im Grunde sind diese Spiele eigentlich wegen der besseren Grafik zu bevorzugen, laufen allerdings um einiges langsamer.
2. Die Prozessoren
Die Amigas hatten einen Prozessor der “680xx-Serie” von Motorola eingebaut. Diese Prozessorfamilie unterscheidet sich grundsätzlich von den Prozessoren der IBM-PCs, fanden aber im übrigen auch in Macintoshcomputern Verwendung. Hierbei verfügten der Ur-Amiga (der 1000er) und dessen weiteren Nachfahren über den “68000”, der nur nebenbei gerade einmal mit 7,14 MHz getaktet war! Der Nachfolger (mal abgesehen vom fast nie verwendeten 68010) war der “68020” und dessen direkter Abkömmling, der verbesserte “68EC020”. Zudem spielt der Coprozessor “FPU” noch eine Geschwindigkeitsrolle. Wichtig zu wissen ist auch hierbei im Grunde nur, dass man für manche (grafisch) komplexeren Spiele die Einstellung “68020” im Register “CPU” des Emulators einstellen sollte. Die Einstellung über “FPU” etc. sind von untergeordneter Rolle und haben im Grunde kaum Bedeutung für die Emulation von Spielen.
3. Die ROMs
Ähnlich wie das Bios beim IBM-PC braucht der Amiga ein Start-Betriebssystem, das sog. ROM (auch Kickstart genannt). Hierbei gibt’s es verschiedene Versionen. Der Standard (bes. für Spiele) war zu Aimiga500-Zeiten immer die Version 1.3. Mit diesem funktionieren vor allem ältere Spiele, die mit neueren Versionen nicht mehr zu starten waren, da auch hier wieder keine 100%ige Kompatibilität vorhanden war (so gab es früher sogar “Umschalt-Platinen”, auf der beider ROM-Module installiert wurden und die nachträglich extra in den Amiga eingebaut wurden, um beide Versionen vorliegen zu haben). Ziemlich peinlich eigentlich. Wie auch immer, zu wissen gilt auch hier im Grunde nur, dass für manche Spiele im Register “ROM” die Version 1.3 ausgewählt werden muss, der Standard bei uns ist 3.0. Die 2x-Reihe kann man getrost vergessen, da die 3x-Reihe neuer und sogar kompatibel 2x-Reihe ist. Alle wichtigen ROM-Files (also 1.3 und 3.x) gibt’s bei uns zum Download, es wird empfohlen, beide downzuloaden. Natürlich ist die Nutzung nur erlaubt, wenn man auch ein Original-Amiga-Gerät daheim hat und so nicht gegen Kopierschutz-Gesetze verstößt!
4. Das Betriebssystem
Das Betriebssystem des Amiga, die “Workbench”, oder später “AmigaOS” muss man im Grunde gar nicht unbedingt haben, da fast alle Spiele direkt von Disketten bootbar sind. Vielleicht sollte man mal erwähnen, dass früher beim Amiga die Spiele nicht wie heutzutage installiert wurden, sondern die Disketten einfach eingelegt, der Amiga eingeschaltet und (nach einigen Minuten des Ladens und Gott so wollte, keine Diskettenfehler vorlagen) gespielt wurde. Festplatten waren nur für absolute Freaks in Grössen um etwa 20MB erhältlich und kosteten ein Schweinegeld. Zurück zum OS: Analog zu den Kickstart-Versionen gab es aktuelle Versionen der Workbench. Die Workbench (AmigaOS) ist sozusagen das “Windows des Amigas”. Wenn man eingehender mit dem Amiga arbeiten will, oder größere Spiele (mit vielen Disketten) installieren will, sollte man eine Workbench downloaden und installieren. Hier bietet sich gleich die Version 3.x an. Mit WinUAE kann man virtuelle Festplatten einrichten, die dann zur Installationen von Spielen genutzt werden können. Tip: Ladet Euch gleich auch noch “AmgaInABox”, kurz “AiaB” runter, das erledigt alles automatisch und ist auch viel komfortabler.
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